"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück."
- Laozi

Biochemie

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Zweig der Biochemie. Es war eine Zusammenstellung aus den Komponenten Biologie, Chemie und Physiologie, deren Grenzen sich enorm ineinander vermischen und dadurch eng miteinander verknüpft wirken.

Biochemie ist die Studie der chemischen Prozesse in lebenden Organismen. Sie befasst sich mit der Struktur und Funktion von Zellbestandteilen wie Proteinen, Kohlenhydrate, Lipiden, Nukleinsäuren und anderen Biomolekülen.

Obwohl es eine enorme Zahl von verschiedenem Biomolekülen gibt, sind viele komplizierte und große Moleküle (genannt Polymer), die aus ähnlichen, sich wiederholenden Subeinheiten zusammengesetzt werden (genannt Monomer). Jede Gruppe der polymeren Biomoleküle besteht aus einem unterschiedlichen Satz von Subeinheitstypen. Zum Beispiel ist ein Protein ein Polymer, dessen Subeinheiten eine Zusammenstellung von 20 oder mehr Aminosäuren trägt. Biochemie erforscht die chemischen Eigenschaften von wichtigen biologischen Molekülen, wie Proteine, insbesondere durch Enzym katalysierende Reaktionen, Zentrifugation, Elektrophorese, Chromatographie und anderen Techniken. In der modernen Biochemie werden die gewonnenen Ergebnisse durch mathematische Verfahren festgehalten und ausgewertet.

Die Biochemie des Zellmetabolismus und des endokrinen Systems ist umfassend beschrieben worden. Andere Gebiete der Biochemie schließen den genetischen Code (DNA, RNS), Protein-Synthese, Zellmembranentransport, und die Weitergabe von Signalen ein. Da alle bekannten Lebensformen, die noch heute auf Erden sind, von demselben Vorfahren abstammen, haben sie allgemein ähnliche Biochemie.
Es ist unbekannt, ob alternative Biochemie möglich oder durchführbar ist.

Man befasst sich in der Biochemie damit, wie die Biomoleküle aufgebaut sind und wie diese den Organismus aufbauen. Auch werden die Wechselwirkungen der einzelnen Bausteine untersucht. Ein weiteres Feld ist der Stoffwechsel und wie er von statten geht, welche bioenergetischen Bedingungen gegeben sein müssen und welche Katalysatoren eine Rolle spielen.
Ein weiterer ganz entscheidender Aspekt der Biochemie ist die Untersuchung der Informationsweitergabe. Wie wird die Koordination zwischen Zellen und dem Organismus geregelt, wie finden Informationstransporte statt und wie werden diese gespeichert und abgerufen.
Daneben ist es auch von großer Bedeutung, den Vererbungsprozess und Funktionsstörrungen (Krankheiten) zu erforschen und Lösungsansätze auszuarbeiten, wie beispielsweise neue Stoffe für die Medizin zu liefern. Auch werden bestehende Medikamente untersucht und man ist ständig auf der Suche nach Verbesserungs- und Weiterentwicklungsansätzen, welche letztendlich dann auch durchgeführt werden.
Biochemiker testen ebenfalls die Risiken von Medikamenten und beurteilen, ob diese sich im Rahmen einer allgemeinen Zulassungsberechtigung befinden. Somit tragen sie zur allgemeinen Sicherheit eines jeden bei.