"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück."
- Laozi

Maschinenbau

Maschinenbau oder auch Maschinenwesen gehört zu den Disziplinen der Ingenieurwissenschaften. Die Ingenieurwissenschaften umfassen diejenigen Wissenschaften, welche sich der Forschung, technischen Entwicklung, des Baus und der Produktionstechnik widmen. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft werden dabei als Grundlage benutzt, erforscht und angewendet. Während Maschinenbau anfangs lediglich die Konstruktion von Maschinen, Getrieben und Motoren beinhaltete haben sich mit der Beschäftigung des Maschinenbaus mit deren Konstruktion viele neue Teilgebiete erschlossen.
Aufgabenbereiche des Maschinenbaus sind die klassische Werkstoffkunde, technische Thermodynamik und Mechanik, thermische Strömungsmaschinen, Produktions- und Mikrostrukturtechnik, Strömungsmechanik, Kern- und Konstruktionstechnik, Messtechnik und einige weitere.

Im Maschinenbau sind Techniker und Ingenieure tätig. Sie sind innovativ, kreieren und entwickeln Ideen, bauen diese bis zum Entwurf aus. Bis zu einem ausreichendem Projekt muss der Entwurf kalkuliert, einem guten Design unterworfen sowie konstruiert werden. Maschinen und Bauteile jeder Art durchlaufen dieses Kalkulation, werden erforscht, entwickelt. Produziert und letztendlich verkauft. Man definiert einerseits kleine, erfassbare Bauteile, andererseits umfasst das Gebiete des Maschinenbaus auch Fertigungsstraßen oder ganze Fabriken.

Maschinenbau Studium

Das Studium des Maschinenbaus gehört heute zu einer der am häufigsten gewählten Studiengänge. Nach dem Studienabschluss trägt man den Titel Dipl.-Ing., an der Fachhochschule Dipl.-Ing. (FH). Mit der Vereinheitlichung der Studienfächer in ganz Europa gibt es nun auch den Abschluss als Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering und Master of Science oder Master of Engineering.
Autonome Disziplinen wie die der Maschinenbauinformatik, Fertigungs- und Verarbeitungstechnik, Fahrzeugtechnik. Produktion und Logistik, Luft- und Raumfahrttechnik und Mechatronik haben sich inzwischen konstituiert.

Wer ein Maschinenbaustudium in Deutschland abschließt hat auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen schnell eine geeignete Anstellung zu finden. Maschinenbau ist in Deutschland einer der dominanten Industriezweige. Die Ursprünge dieser Fachrichtung liegen in der Gründung der ersten Fabrik im Jahr 1848 in Chemnitz. Johann von Zimmermann erbaute sie, wodurch Chemnitz einen großen Status gewann und sich bis zum zweiten Weltkrieg als Maschinenbaustandort in Deutschland etablierte.
Durch die Bildung der EU genoss der Maschinenbau eine erhebliche Simplifizierung. Bisher musste jede Maschine landesspezifischen Normen entsprechen. Mit der Einführung der Maschinenrichtlinie jedoch ist es möglich Maschinen ins Ausland, welches zur EU gehört, zu exportieren.

Eine weitere Erleichterung des Maschinenbaus ist der Entwurf und die Konstruktion der Bauteile mittels computergestützter Systeme, wie zum Beispiel im Bereich des Entwurfs zahlreiche CAD-Programme oder die Produktion der Bauteile anhand von CNC-Maschinen.